Aktien, da sind sich alle Experten einig, bringen auf längere Sicht den höchsten Ertrag. Vor allem wer sein Geld in Investmentfonds anlegt, kann vom Auf und Ab an den Börsen profitieren. Ganz einfach, indem er einen Sparplan abschließt und so auf Raten zu einem Vermögen kommt.
Die Börse ist keine Einbahnstraße. Das weiß jeder, der Aktien besitzt. Sparer, die ihr Geld in Aktienfonds anlegen, haben jedoch die Möglichkeit, die Kursschwankungen an den Börsen mit Gewinn zu nutzen. Sie müssen lediglich einen sogenannten Investment-Sparplan abschließen.
Die Strategie, die mit einem Fachbegriff als "cost averaging" (Kosten-Durchschnitts-Methode) bezeichnet wird, ist denkbar einfach. Der Anleger entscheidet sich hierbei, regelmäßig Geld in einem Aktienfonds anzulegen. Allerdings kauft er nicht monatlich gleich viele Anteile zu unterschiedlichen Preisen, sondern er investiert einen gleichbleibend hohen Betrag.
Effekt: Je nach Kurs der Investment-Anteile erwirbt der Anleger einmal weniger Anteile (bei höheren Kursen) und einmal mehr Anteile (bei niedrigeren Kursen). Wird dann nach Jahren eine Zwischenbilanz gezogen, dann stellt sich heraus: Der Anleger, der regelmäßig gleich hohe Beträge investiert hat, hat meist ein höheres Vermögen als der Anleger, der monatlich eine gleiche Anzahl von Investment-Anteilen gekauft hat.
"Schließt der Anleger also einen Sparplan mit gleich hohen Sparraten ab," so die OVB Allfinanzvermittlung, "erzielt er einen unterdurchschnittlichen Einstandspreis bei seinen Investment-Anteilen. Dies bedeutet: Er macht summa summarum ein besseres Geschäft."
Börsenkurse lesen und verstehen
(OVB) Fast alle Fernsehsender berichten täglich über die Aktienkurse an der Wallstreet und in Frankfurt. Den aktuellen Stand des US-Dollars zu nennen ist inzwischen genauso obligatorisch, wie die Zinsentwicklung zu beleuchten. Wer selbst in Aktien oder fremden Währungen anlegt, kommt mit diesen Informationen allerdings nicht aus.
Das Studium des Kurszettels in der Tageszeitung ist da schon aufschlußreicher. Doch gerade Neulinge haben ihre Schwierigkeiten, die einzelnen Buchstaben hinter den Kursen richtig zu deuten. Was heißt etwa "b" oder "T"? Ein Überblick über die gängigsten Abkürzungen hinter den Aktienkursen:
b = bezahlt. Weitere Abkürzungen dafür lauten bz und bez. Dieser Zusatz besagt, daß zum angegebenen Aktienkurs alle vorliegenden Aufträge abgewickelt werden konnten. Dies bedeutet: Die Anzahl der Käufer und Verkäufer der Aktie hielt sich die Waage.
B = Brief. Ein Zusatz, der Schlechtes für denjenigen bedeuten kann, der eine Aktie verkaufen möchte. "B" besagt nämlich, daß nur Verkaufsangebote zum angegebenen Kurs vorhanden waren, aber kein Käufer zu finden war. Die Aktien wechselten also nicht den Besitzer.
bB = bezahlt Brief. Zum angegebenen Preis konnte nur ein Teil der Aktien verkauft werden. Für den Rest des Angebots bestand keine Nachfrage.
G = Geld. Prima für den Verkäufer, schlecht für den Kaufinteressenten. Denn zum angegebenen Kurs haben nur Kaufaufträge vorgelegen, doch niemand wollte die Aktie verkaufen.
bG = bezahlt Geld. Zum angegebenen Preis konnten alle Aktien den Besitzer wechseln. Allerdings bestand darüber hinaus zusätzliche Nachfrage nach noch mehr Aktien, die nicht befriedigt werden konnte.
r = repartiert. Die vorgelegten Kauf- und Verkaufaufträge konnten nur zum Teil ausgeführt werden. Eine identisch gebrauchte Abkürzung lautet "rat". Wird dem "r" bzw. dem "rat" noch ein "B" bzw. "G" beigestellt, dann war entweder das Angebot größer als die Nachfrage oder umgekehrt.
T = Taxe. In dieser Aktie ist kein Umsatz zustandegekommen, weil entweder keine Börsenaufträge vorgelegen haben oder der Börsenmakler die eingegangenen Aufträge nicht akzeptiert hat.
Kein Zusatz = identisch mit "b" bzw. "bez" wie "bezahlt".